Pilotprojekt
Team: LU'UM, gesamtes Kollektiv
Förderung: Verborgende Potenziale – Hamburger Zentrum
2025
Foto: Ali Haji, Matthes Krumme
STAND DER DINGE ist eine mobile Redaktionswerkstatt und ein experimentelles Stadtforschungsprojekt in der Hamburger Innenstadt, das journalistische, künstlerische und diskursive Prozesse in den öffentlichen Raum verlagert. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Nachbarschaft in stark verdichteten, konsumgeprägten Stadträumen entstehen kann.
In mehreren thematischen Ausgaben wurde die Innenstadt zum Ort gemeinsamer Auseinandersetzung, Begegnung und Wissensproduktion. Im Fokus standen das Beobachten und Beschreiben urbaner Situationen sowie die Fragen: Wer ist da, wer fehlt und welche Geschichten bleiben unsichtbar?
Die mobile Werkstatt diente als offener Raum für Austausch, in dem durch Workshops, Spaziergänge und performative Formate Inhalte für eine Nachbarschaftszeitung entstanden.



Im Mittelpunkt stand die Entwicklung einer Methode des Gegenüberstellens und Fügens: ein forschender, gemeinschaftlicher Zugang zu urbanen Räumen, ihren Routinen, Atmosphären und sozialen Dynamiken. Ausgehend von der These einer Nachbarschaft in der Innenstadt wurden bestehende Gefüge identifiziert, neue Verbindungen hergestellt, marginalisierte Positionen sichtbar gemacht und Leerstellen herausgearbeitet.
Ein Marktanhänger wurde zu einer mobilen Redaktionswerkstatt umgebaut und ausgestattet. Er bildete die infrastrukturelle Grundlage für die konzeptionelle und redaktionelle Arbeit an drei Zeitungsausgaben sowie für zahlreiche öffentliche Formate – von Gesprächen und Podiumsdiskussionen über Workshops und Spaziergänge bis hin zu spielerischen Interventionen im Stadtraum.
STAND DER DINGE versteht den öffentlichen Raum als sozialen, pluralen und gemeinschaftlich gestaltbaren Ort. Die Zeitung wurde dabei zum Medium kollektiver Selbstbeschreibung und zu einem Werkzeug des aktiven Zuhörens, dessen Methoden auch in zukünftigen Stadtentwicklungs- und Beteiligungsprozessen Anwendung finden können.





Die erste Ausgabe der Redaktionswerkstatt fand am Hammaburg-Platz statt – einem historischen Kern Hamburgs und gleichzeitig stark frequentierten Ort der Innenstadt. Für zwei Wochen wurde der Platz zu einem temporären Raum der Begegnung und der Auseinandersetzung mit der kolonialen Geschichte Hamburgs und ihren fortwirkenden Strukturen.
Die gebaute Umgebung – darunter Rathaus, Afrikahaus und Chilehaus – wurde als Träger kolonialer Narrative gelesen und gemeinsam befragt. Beim Pre-Opening am 27. Juni plädierte der eingeladene Gast Kajan Luc dafür, Geschichten des Widerstands stärker sichtbar zu machen. Der anschließende Aktionstag verband einen kolonialismuskritischen Stadtspaziergang, ein performatives Rollenspiel zu utopischen Zukunftsszenarien, Workshops und Live-Musik. Der Rapper Sherlock F brachte dekoloniale Perspektiven in den öffentlichen Raum.
Über den gesamten Zeitraum hinweg bildeten Gespräche mit Passant*innen den Kern der redaktionellen Arbeit. Im Format „Austausch mit“ wurden vielfältige Perspektiven auf Hamburgs koloniale Vergangenheit und Gegenwart gesammelt und in die Zeitung überführt.




Die mobile Redaktionswerkstatt wurde zu einem offenen Ort des Gesprächs und der Annäherung. Formate wie ein Stadtrundgang zu Orten der Verdrängung, die Teilnahme am Münzviertelstraßenfest, spontane Gespräche sowie eine öffentliche Podiumsdiskussion – unter anderem mit Vertreter*innen des Drob Inn, der STEG Stadtentwicklung, der Sozialbehörde und dem MK&G – ermöglichten unterschiedliche Perspektiven auf den Stadtraum.
Die Ausgabe machte deutlich, dass Nachbarschaft auch dort entstehen kann, wo gesellschaftliche Spannungen besonders präsent sind. Sie thematisierte die Herausforderung, Gleichzeitigkeit zuzulassen und Verantwortung im urbanen Zusammenleben neu zu denken.



Für die dritte Ausgabe übernahm eine 9. Klasse der Stadtteilschule Am Hafen Teile der Redaktion. Auf dem Enckeplatz entstand eine offene Redaktionswerkstatt, ausgehend von der Frage, was Nachbarschaft für Jugendliche bedeutet.
Die Schüler*innen arbeiteten journalistisch, führten Interviews, verfassten Texte und entwickelten eigene Ortsbeschreibungen. Ziel war es, ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um ihre Perspektiven auf das oft spannungsreiche Verhältnis zwischen Schule, öffentlichem Raum und Nachbarschaft sichtbar zu machen.





Pilotprojekt
Team: LU'UM, gesamtes Kollektiv
Förderung: Verborgende Potenziale – Hamburger Zentrum
2025
Foto: Ali Haji, Matthes Krumme
STAND DER DINGE ist eine mobile Redaktionswerkstatt und ein experimentelles Stadtforschungsprojekt in der Hamburger Innenstadt, das journalistische, künstlerische und diskursive Prozesse in den öffentlichen Raum verlagert. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Nachbarschaft in stark verdichteten, konsumgeprägten Stadträumen entstehen kann.
In mehreren thematischen Ausgaben wurde die Innenstadt zum Ort gemeinsamer Auseinandersetzung, Begegnung und Wissensproduktion. Im Fokus standen das Beobachten und Beschreiben urbaner Situationen sowie die Fragen: Wer ist da, wer fehlt und welche Geschichten bleiben unsichtbar?
Die mobile Werkstatt diente als offener Raum für Austausch, in dem durch Workshops, Spaziergänge und performative Formate Inhalte für eine Nachbarschaftszeitung entstanden.



Im Mittelpunkt stand die Entwicklung einer Methode des Gegenüberstellens und Fügens: ein forschender, gemeinschaftlicher Zugang zu urbanen Räumen, ihren Routinen, Atmosphären und sozialen Dynamiken. Ausgehend von der These einer Nachbarschaft in der Innenstadt wurden bestehende Gefüge identifiziert, neue Verbindungen hergestellt, marginalisierte Positionen sichtbar gemacht und Leerstellen herausgearbeitet.
Ein Marktanhänger wurde zu einer mobilen Redaktionswerkstatt umgebaut und ausgestattet. Er bildete die infrastrukturelle Grundlage für die konzeptionelle und redaktionelle Arbeit an drei Zeitungsausgaben sowie für zahlreiche öffentliche Formate – von Gesprächen und Podiumsdiskussionen über Workshops und Spaziergänge bis hin zu spielerischen Interventionen im Stadtraum.
STAND DER DINGE versteht den öffentlichen Raum als sozialen, pluralen und gemeinschaftlich gestaltbaren Ort. Die Zeitung wurde dabei zum Medium kollektiver Selbstbeschreibung und zu einem Werkzeug des aktiven Zuhörens, dessen Methoden auch in zukünftigen Stadtentwicklungs- und Beteiligungsprozessen Anwendung finden können.





Die erste Ausgabe der Redaktionswerkstatt fand am Hammaburg-Platz statt – einem historischen Kern Hamburgs und gleichzeitig stark frequentierten Ort der Innenstadt. Für zwei Wochen wurde der Platz zu einem temporären Raum der Begegnung und der Auseinandersetzung mit der kolonialen Geschichte Hamburgs und ihren fortwirkenden Strukturen.
Die gebaute Umgebung – darunter Rathaus, Afrikahaus und Chilehaus – wurde als Träger kolonialer Narrative gelesen und gemeinsam befragt. Beim Pre-Opening am 27. Juni plädierte der eingeladene Gast Kajan Luc dafür, Geschichten des Widerstands stärker sichtbar zu machen. Der anschließende Aktionstag verband einen kolonialismuskritischen Stadtspaziergang, ein performatives Rollenspiel zu utopischen Zukunftsszenarien, Workshops und Live-Musik. Der Rapper Sherlock F brachte dekoloniale Perspektiven in den öffentlichen Raum.
Über den gesamten Zeitraum hinweg bildeten Gespräche mit Passant*innen den Kern der redaktionellen Arbeit. Im Format „Austausch mit“ wurden vielfältige Perspektiven auf Hamburgs koloniale Vergangenheit und Gegenwart gesammelt und in die Zeitung überführt.




Die zweite Ausgabe widmete sich dem Sozialraum rund um den Hamburger Hauptbahnhof mit einem Schwerpunkt auf Drogensucht, Wohnungslosigkeit und Verdrängung. Im Vordergrund standen Zuhören, Austausch und die bewusste Suche nach Begegnungen jenseits von Stigmatisierung und ordnungspolitischen Zugängen.
Die mobile Redaktionswerkstatt wurde zu einem offenen Ort des Gesprächs und der Annäherung. Formate wie ein Stadtrundgang zu Orten der Verdrängung, die Teilnahme am Münzviertelstraßenfest, spontane Gespräche sowie eine öffentliche Podiumsdiskussion – unter anderem mit Vertreter*innen des Drob Inn, der STEG Stadtentwicklung, der Sozialbehörde und dem MK&G – ermöglichten unterschiedliche Perspektiven auf den Stadtraum.
Die Ausgabe machte deutlich, dass Nachbarschaft auch dort entstehen kann, wo gesellschaftliche Spannungen besonders präsent sind. Sie thematisierte die Herausforderung, Gleichzeitigkeit zuzulassen und Verantwortung im urbanen Zusammenleben neu zu denken.



Für die dritte Ausgabe übernahm eine 9. Klasse der Stadtteilschule Am Hafen Teile der Redaktion. Auf dem Enckeplatz entstand eine offene Redaktionswerkstatt, ausgehend von der Frage, was Nachbarschaft für Jugendliche bedeutet.
Die Schüler*innen arbeiteten journalistisch, führten Interviews, verfassten Texte und entwickelten eigene Ortsbeschreibungen. Ziel war es, ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um ihre Perspektiven auf das oft spannungsreiche Verhältnis zwischen Schule, öffentlichem Raum und Nachbarschaft sichtbar zu machen.
Die Arbeit mündete in einer öffentlichen Ausstellung auf dem Platz. Gesprächsfetzen, Fotografien, Stempelabdrücke und persönliche Texte aktivierten den zuvor unscheinbaren Ort für einige Tage als Raum des Austauschs zwischen Schülerinnen, Nachbarinnen, Eltern und Passantinnen. Die Ausgabe verdeutlicht, wie wichtig es ist, Jugendlichen als Mitgestalterinnen urbaner Nachbarschaften zuzuhören.





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Wer ich bin
Ich bin Gestalter*in für partizipative Prozesse, kulturelle Bildung und Räume im Wandel.
Mit einem Hintergrund in Landschaftsarchitektur und Raumstrategien|Szenografie entwickle ich Formate, die Menschen aktiv einbinden – ob im Stadtraum, in Bildungsprojekten oder im kulturellen Kontext.
Ich arbeite konzeptstark, interdisziplinär und mit einem Blick für das Machbare. Dabei bringe ich Menschen zusammen, übersetze komplexe Themen in greifbare Erfahrungen und mache Beteiligung sichtbar – durch Workshops, Ausstellungen, Beteiligungsformate oder räumliche Interventionen.
Partizipative Gestaltung – von Bürgerbeteiligung bis Workshopkonzeption
Projektsteuerung & Konzeptentwicklung – für Kultur-, Kunst- und Bildungsprojekte
Szenografie & visuelle Kommunikation – Inhalte sichtbar, erfahrbar und zugänglich machen
Vernetzungsarbeit & Prozessbegleitung – lokal verankert, menschenorientiert
Ich arbeite für Kommunen, Initiativen, Kultureinrichtungen oder Bildungsträger – überall da, wo Gestaltung mit gesellschaftlicher Relevanz verbunden ist.
Kernkompetenzen
Urbane Praxis & ko-kreative Prozesse
Freiraumplanung & Partizipative Gestaltung
Konzeptentwicklung & Szenografie
Freiberuflerin – Urbane Praxis & Stadtentwicklung | seit 03/2023 | Hamburg
URBAN CATALYST GmbH | 09/2022 > 02/2023 | Mitarbeit
rabe landschaften | arge studio urbane landschaften - B | 06/2021 > 09/2022 | Mitarbeit
Freiberuflerin – Kollektiv raum station | 01/2017 > 2021 | Kiel
M.A. Raumstrategien – Szenografie & urbane Strategien | Muthesius Kunsthochschule | 2019 | Kiel
B. Eng. Freiraumplanung | Hochschule Osnabrück | 2016 | Osnabrück
Tools & Software
Adobe Creative Suite (Photoshop, InDesign, Illustrator)
Vetorworks
Wer ich bin
Ich bin Gestalter*in für partizipative Prozesse, kulturelle Bildung und Räume im Wandel.
Mit einem Hintergrund in Landschaftsarchitektur und Raumstrategien|Szenografie entwickle ich Formate, die Menschen aktiv einbinden – ob im Stadtraum, in Bildungsprojekten oder im kulturellen Kontext.
Ich arbeite konzeptstark, interdisziplinär und mit einem Blick für das Machbare. Dabei bringe ich Menschen zusammen, übersetze komplexe Themen in greifbare Erfahrungen und mache Beteiligung sichtbar – durch Workshops, Ausstellungen, Beteiligungsformate oder räumliche Interventionen.
Partizipative Gestaltung – von Bürgerbeteiligung bis Workshopkonzeption
Projektsteuerung & Konzeptentwicklung – für Kultur-, Kunst- und Bildungsprojekte
Szenografie & visuelle Kommunikation – Inhalte sichtbar, erfahrbar und zugänglich machen
Vernetzungsarbeit & Prozessbegleitung – lokal verankert, menschenorientiert
Ich arbeite für Kommunen, Initiativen, Kultureinrichtungen oder Bildungsträger – überall da, wo Gestaltung mit gesellschaftlicher Relevanz verbunden ist.
Freiberuflerin – Urbane Praxis & Stadtentwicklung | seit 03/2023 | Hamburg
URBAN CATALYST GmbH | 09/2022 > 02/2023 | Mitarbeit
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Freiberuflerin – Kollektiv raum station | 01/2017 > 2021 | Kiel
M.A. Raumstrategien – Szenografie & urbane Strategien | Muthesius Kunsthochschule | 2019 | Kiel
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